Cuzco

Cuzco und seine Umgebung steht ganz im Zeichen der Inka. Die verborgene Inkastadt Machu Pichu, Ollantaytambo, Sacsayhuaman und das Heilige Tal der Inka sind nicht nur landschaftlich spektakuläre Reiseziele.

 
Allgemeines

Cuzco, das historische Zentrum des Inkareichs, liegt in Zentralperu, in einem fruchtbaren Tal in den Ostanden, auf 3400 m Höhe und ist die älteste Stadt des amerikanischen Kontinents. Cuzco vereint Alles in sich: Kunst, Zauber, Mysterium – am „Nabel der Welt“.
Ein Ort inmitten einer überwältigenden Landschaft mit majestätischen Inka-Denkmälern und eleganten Bauten aus der Kolonialzeit. Der Legende nach sollen der erste Inka Manco Cápac, der Sohn der Sonne, und seine Schwester Mama Ocllo vom Sonnengott Inti gesandt worden sein, um die Welt zu verbessern. Der Sonnengott gab ihnen einen goldenen Stab, mit dem sie ihren Wohnsitz dort gründen sollten, wo es ihnen gelang, den Stab mit einem Schlag in die Erde zu treiben. Nach einer langen Wanderung fanden sie eine Stelle und gründeten dort die Stadt Qusqu (Cuzco), die nach ihrem Verständnis der „Nabel der Welt“ war.
Cuzco ist Ausgangspunkt für die vielen Inkastätten, die sich in der weitläufigen Umgebung befinden. Neben Machu Picchu, der berühmtesten Ruinenstadt Perus, können von Cuzco aus auch Touren in das „Heilige Tal der Inkas, u. a. nach Vilcabamba, Písac, Ollantaytambo, Moray oder Choquequirao unternommen werden. 
Auch in Cuzco selbst können zahlreiche Ruinen der Inkazeit besichtigt werden. Darüber hinaus bietet die Stadt aber auch ein malerisches Flair und Unterhaltung.


Daten & Fakten

Höhe:
3416 m
Provinz:
Cuzco
Einwohner:
320.000
Klima:
gemäßigtes Klima mit kalten Nächten und ausgeprägter Regen- und Trockenzeit

Klima: J     F     M     A     M     J     J     A     S     O     N     D    
Temperaturen
(Max.)
18 19 21 20 21 20 20 20 21 20 21 23
Temperaturen
(Min.)
6 7 4 3 0 1 2 4 6 8 9 10

Beste Reisezeit:
ganzjährig möglich, am besten während der Trockenzeit von April bis November
Gesundheitshinweise allgemein:
Cuzco liegt in einer Höhe von knapp 3.400 m.ü.d.M., wodurch sich Anzeichen der so genannten "Höhenkrankheit" (Soroche) einstellen können. Im Zweifel sollte der Arzt befragt oder diese Ziele gemieden werden.
Tipps für Ausrüstung und Kleidung:
Regenschutz, Sonnenschutz, (Brille, Kopfbedeckung, Sonnencreme), Warme Kleidung, Wanderschuhe
Sehenswertes:
Inka-Bauten und Innenstadt mit Kolonialbauten (UNESCO Weltkulturerbe), Plaza de Armas, Stadtviertel - Barrio de San Blas

Bauwerke:
  • Callejón de Siete Culebras (Steine mit Verzierungen in Form einer Schlange)
  • Calle Hatunrumiyoc (Mauer des einstigen Palastes des Inca Roca, dem sechsten Herrscher des Königreichs von Cuzco. Der bekannteste Stein der Palastmauer verfügt über 12 Ecken)
  • Cristo Blanco (Statue, die ihre Arme auf einem nahe der Stadt gelegenen Hügel über Cusco ausbreitet)
  • Monumento Pachacuteq (Statue des Inkakriegerkönigs Pachacuteq )
  • Qoricancha (Sonnentempel der Inka)
  • Tambo Machay (Wasserheiligtum, Bad der Inka)
  • Festung Sacsayhuamán (Inkafestung, 3km oberhalb des Stadtzentrums)
  • Kathedrale von Cuzco
  • Kirche Iglesia de la Comañia
  • Museen (z.B. Inka Museum, Museo del Sitio del Qoricancha…)
In der Umgebung:
  • Puca-Pucara (kleine Bergfestung, u.a. Stützpunkt der Stafettenläufer der Inka)
  • Kenko (Festplatz und Opferstätte mit einem riesigen, zerklüfteten Kalkstein)
  • Tipón (Inkaruinen mit breiten Terrassen und funktionierenden Wasserkanälen im Osten der Stadt)
  • Chinchera (kleine Ortschaft bei Cusco, hier findet sonntags ein indianischer Markt statt)
  • Pikillaqta (Ruinen aus der Wari-Kultur)
Valle Sagrada (Heiliges Tal der Inka, im Norden Cuscos). Orte des Tales sind u.a.:
  • Urubamba (Hauptort der gleichnamigen Provinz, der Río Urubamba bildet im Talbereich das Valle Sagrado)
  • Pisac (ehemalige Inkastadt mit Befestigungsmauer, Toren und Bastionen, vielen Terrassen und einem 16km langen unterirdischen Gang)
  • Ollantaytambo (Festung mit großer religiöser Bedeutung)
  • Aguas Calientes Thermalquellen und Kulturmuseum am Fuße von Machu Pichu
  • Machu Picchu (verborgene Stadt der Inka, Hauptreiseziel von Peru)

Tiere: (kleine Auswahl)
Brillenbär, Puma, Andenklippenvogel
Pflanzen:
Qeuña, Pisonay, Muña
Entfernungen:
Qengo
Sacsayhuaman
Puka Pukara
Tambomachay
Tipón
Pisaqu
Chinchero
Coya
Lamay
Maras/ Moray
Calca
Yucay
Urubamba
Ollantaytambo
Aguas Calientes
Macchu Picchu (2.700m)
Juliaca
Puno
La Paz (Bolivien)
Arequipa
Puerto Maldonado
Nazca
La Paz (Bolivien)
Tacna
Ica
Arica (Chile)
Huancayo
Pisco
Lima
Huaraz
Trujillo
Chiclayo
Tumbes
3 km
3 km
6 km
10 km
24 km
30 km
34 km
41 km
46 km
49 km
52 km
72 km
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97 km
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353 km
394 km
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663 km
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770 km
803 km
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854 km
879 km
1106 km
1514 km
1667 km
1875 km
2370 km
 
Flughafen:
Internationaler Flughafen „Aeropuerto Alejandro Velasco Astete“
Entfernung vom Zentrum: 4 km
Flughafencode: CUZ


Kurzgeschichte der Stadt

1200 (Legende)
Gründung von Cuzco durch den ersten Inka Manco Cápac und dessen Schwester Mama Ocllo.

1438 – 1471
Regierungszeit des 9. Inka Pachacútec Yupanqui, Erweiterung des Inkareiches über die Anden hinaus bis an die Küste, außerdem Bau von landwirtschaftlichen Terrassen und Kanälen.

Um 1450
Beginn des Baus der Festung Sacsayhuamán (Bauzeit ca. 70 Jahre) und vermutlich auch Machu Pichu.

1471
Der 10. Inka Túpac Yupanquis übernimmt die Herrschaft von seinem Vater. Unter seiner Führung erreicht das Inkareich seine größte Ausdehnung. Cuzco wird zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des Inkareiches.

1493
Huayna Cápac (11.Inka) übernimmt das Reich, verlegt aber seinen Hauptsitz nach Quito.

1525
Kurz vor dem Tod von Huayna Cápac teilt dieser das Reich zwischen seinen Söhnen Atahualpa und Huáscar auf. Huáscar erhält das südliche Reich und residiert in Cuzco.

Um 1530
Die Zeit ist geprägt vom ständigen Konflikt zwischen Atahualpa und Huáscar.

1532
Die Truppen Huáscars unterliegen den Truppen seines Bruders Atahualpa. Huáscar wird hingerichtet.
Atahualpa ist nun der alleinige Herrscher des Inkareiches, bleibt der Stadt aber fern.
Am 16.November 1532 wird jedoch Atahualpa vom Spanier Francisco Pizarro gefangen genommen.

1533 (15. November)
Der Spanier Pizarro erreicht mit seinen Leuten Cuzco. Er plündert und brandschatzt die Stadt.
Tempel werden zerstört, fast alles Gold und Silber (Schätze unvorstellbaren Ausmaßes) werden eingeschmolzen und unwiederbringlich vernichtet.
Auf den Ruinen der Inkapaläste werden koloniale Kirchen errichtet.

1533
Pizarro setzt den Halbbruder Huáscars (Manco Cápac II) als Marionettenherrscher und gleichzeitig Gefangener auf den Thron.

1535
Manco Cápac II flieht und organisiert einen großen Aufstand gegen die Spanier. Er marschiert mit über 100.000 Mann gegen Cuzco und belagert die Stadt. Die fast besiegten Spanier können durch die Schlacht bei Sacsayhuaman im letzten Moment die Wende herbeiführen.
Pizarro zieht sich aus der völlig zerstörten Stadt Cuzco zurück, weshalb die Stadt ihre einstige Bedeutung verliert.

1552
Beginn des Baus der Jesuitenkirche „La Compañía de Jesús“ auf den Grundmauern des Inkapalastes von Huayna Cápac.

1560
Beginn des Baus der Kathedrale von Cuzco auf den Grundmauern des Inka Palastes von Viracocha (8.Inka).

1650
Zerstörung Cuscos durch ein Erdbeben, lediglich die ehemaligen Grundmauern Inka- Paläste halten stand.
Bei der Zerstörung der Kirche Santo Domingo wird das Sonnenheiligtum Coricancha freigelegt.

1692
Gründung der Universität Cuzco. Sie ist damit eine der ältesten Universitäten in Peru.

1780
Ein Aufstand der indigenen Bevölkerung wird niedergeschlagen.

1820
Ein weiterer Aufstand der indigenen Bevölkerung wird niedergeschlagen.

1824
Ende der spanischen Herrschaft, nachdem sie die Schlacht bei Ayacucho eindeutig verloren haben.

1911
Entdeckung der verborgenen, aber längste verlassenen alten Inka-Stadt Machu Picchu durch den Amerikaner Bingham, wodurch Cuzco wieder interessant wird und sich zum Touristenzentrum entwickelt.

1914-28
Die Schmalspurbahn von Cuzco nach Machu Picchu wird gebaut

1928
Fertigstellung der Andenbahn, welche von Cuzco bis Aguas Calientes (110km) führt.

1948
Die Andenbahn-Talstation „Machu Pichu“ wird fertig gestellt.

1950
Durch ein Erdbeben wird Cuzco fast völlig zerstört.

1978
Die Eisenbahnlinie die von Cuzco nach Aguas Calientes führt, wird um 61 km verlängert und endet nun im tropischen Quillabamba.

1983
Die UNESCO ernennt die erhalten gebliebenen Inka-Ruinen und die Innenstadt mit ihren Kolonialbauten zum Weltkulturerbe.
 

Fotos © PromPerú

 
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